Projekt vegane Biskuitrolle – „Erdbeerrolle mit hausgemachter CashewSahne“

Hui…bevor ein Projekt, dass nicht sooooo viel mit Backen zu tun hat startet und es hier auf dem Blog wohl (noch) ein wenig ruhiger wird, habe ich mir noch EINE besondere Sache vorgeknöpft.

Biskuitrolle!

Und was soll ich sagen – hat geklappt.

Ich bin richtig stolz.

Der „Biskuit“ ist ein bißchen saftiger und nicht ganz so fluffig, wie einer aus Eiern, lässt sich aber wirklich perfekt rollen (wenn man so ein paar Tricks beachtet – s.u) und kommt ganz ohne wilde Zutaten aus.

Als Grundrezept habe ich dieses hier verwendet – super! – und noch ein klein wenig verändert.

Das Grunrezept für die „Sahne“ stammt von – toll, toll, toll,toll-  Isa Chandra Moskowitz. Aus Ihrem Buch „Vegan pie in the sky“ findet sich aber auch auf Ihrem Blog

und ist bisher, die einzige vegane Schlagsahne, die mir – mit ein paar Änderugen-  richtig „passt“. Von der Konsistenz und vom Geschmack.

Genug der Worte:

Rolle, Rolle

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Für die „Schlagsahne“ (wer keine Lust/Zeit hat, der verwendet -natürlich- einfach eine gekaufte vegane „Sahne“ – aber es lohnt sich sowas von und liest sich aufwendiger, als es wirklich ist.)

1/2 Tasse Cahews (über Nacht oder mindestens 2 Stunden eingeweicht)

1/3 Tasse Kokosmilch

1/2 Tasse Pflanzenmilch (Mandel- oder Soja bevorzuge ich)

miteinander im Mixer sehr, sehr fein mixen.

 

1/2 Tasse Pflanzenmilch zusammen mit

1 gestrichenen TL AgarAgar und

1 EL Zucker

in einem kleinen Topf verrühren. Unter Rühren aufkochen lassen. 3-4 min sprudelnd kochen lassen.

1/2 TL Vanillepulver und

3 EL Kokosfett

einrühren.

Die heiße Mischung zur Cashewmasse in den Mixer gießen und nochmal ordentlich durchmixen.

In eine (Metall-)Schüssel gießen und erstmal ca 30min in den Gefrierschrank stellen.

Heraus kommt eine glibberige, geleeartige Masse. Aber keine Panik – das passt schon so!

Jetzt das erste Mal richitg gut aufschlagen – und die meist jetzt wieder recht flüssige Masse ab in den Kühlschrank (über Nacht am besten) oder in den Gefrierschrank + Kühlschrank (mind 3 Stunden)  zum richitg, richtig kalt werden.

Dann die Sahne mit

2 Beuteln Sahnesteif schön luftig schlagen.

Ihr habts geschafft….holy shit!

Die Sahne bleibt übrigens im Kühlschrank ca. 5 Tage frisch und fest.

 

Für den Teig:

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen (Hier lieber kein „Umluft“ einstellen – das könnte den Teig zu sehr austrocknen)

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

150g Sajojogurt, natur
200ml Sojamilch

(ich würde hier KEINE andere Pflanzenmilch verwenden – Soja enthält -wie Eigelb- Lecithin und macht den Teig schön elastisch)
4EL Apfelmus
2EL Öl
150g Zucker

1 TL Apfelessig

miteinander verrühren bis der Zucker sich einigermassen aufgelöst hat.

220g Weizenmehl, weiß

2 EL Stärke

1 gehäuften TL Backpulver

1 TL Natron

miteinander mischen und unter die Zuckermasse rühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.

Gleichmässig auf das Backblech streichen.

Und im vorgeheizten Ofen ca. 12-18 min backen.

Währenddessen ein Geschirrhandtuch anfeuchten und mit Zucker bestreuen.

Den fertig gebackenen Teig mit dem Backpapier daraufstürzen. Das Papier vorsichtig abziehen und den heißen Teig sofort mitsamt dem Handtuch einrollen.

Wer das noch nie gemacht hat – es gibt viele Videos auf youtube dazu.

 

Für die Erdbeerfülle:

500 g Erdbeeren, waschen und halbieren.

250g davon mit

100 g Gelierzucker (2:1) grob pürieren (ich mache das mit dem Kartoffelstampfer)

aufkochen und unter Rühren 3 min kochen lassen.

Auskühlen lassen.

 

Zu guter Letzt:

Die Rolle (vorsichtig!!!!) aufrollen und mit der Erdbeerfüllung bestreichen. Wieder zusammen rollen – am besten mit Hilfe des Geschirrtuchs.

Mit der „Sahne“ bestreichen und mit den restlichen Erdbeerhälften belegen.

Bis zum Essen kühl stellen.

 

Geschafft 🙂 Freut euch dran!

 

 

 

 

 

 

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Rhabarbertorte

Rhabarber T

In meiner Biokiste war wunderschöner Rhabarber, im Bioladen meines Vertrauens 🙂 unterhielt ich mich sehr,sehr nett über die Vor- und Nachteile des von mir glühend verehrten Seidentofus und fürs Wochenende hatte ich einen Kuchenbeitrag für ein nettes Festchen versprochen……Zeit für Torte, würd ich sagen.

Im Ard-Buffet (Yeah!) buk eine reizende Konditorin vor ein paar Wochen eine Rhabarber-Quarkmoussetorte. So ähnlich wollt ich das, aber vegan natürlich,  ohne so eine feste Gelatine, bzw. Agar-Agar-Schicht, eher ein bißchen wie Tiramisu.

Voilà! Hat geklappt. In wilder Panik, dass mir die Creme doch nicht fest werden könnte, mixte ich ein halben TL Guarkernmehl hinein. Was sich auf diese Menge als vollkommen unnötiger Quatsch herausstellte. Also Ruhe bewahren, die Creme wird fest, aber eben nicht so richtig schnittfest und zu warm sollte sie natürlich nicht werden, klar.

PS: Und wer behauptet man würde irgendwas vom Tofu schmecken, also der soll mal bei mir vorbeischaun, dann sprechen 😉 wir da mal drüber.

Jetzt gehts aber los:

Rhabarbertorte deluxe 

Für den Teig: (am besten schon am Vortag backen, dann lässt er sich besser schneiden)

400g Mehl

50g Speisestärke

1 P Backpulver

1 TL Natron

in einer Schüssel vermischen

230 g Zucker

150 ml Öl

100g Sojajogurt

300 ml Soja-, Hafer-,usw. drink

optional ein guter Schuss Amaretto

miteinander verrühren, bis sich der Zucker weitestgehend aufgelöst hat. In die Mehlmischung gießen und schnell miteinander vermengen. Nicht zu viel rühren, nur grade so, dass keine Klümpchen mehr da sind.

100 g gehackte Mandeln unterheben.

In einer 28 cm -Springform (gefettet, is klar) bei 150 Grad Umluft ca. 40 min backen (ca!!! Stäbchenprobe!)

Gut auskühlen lassen am besten über Nacht, dann oben schön begradigen ( die abgeschnittene „Kuppel“ könnt ihr gleich mal wegschnabulieren) und in der Mitte waagrecht teilen.

Für das Rhabarberkompott:

750g Rhabarber, in Stücke geschnitten, mit

80g Zucker und

einer Prise Zimt, eine halbe Stunde ziehen lassen.

Den enstandenen „Rhabarbersaft“ abgießen, auffangen und mit

Fruchtsaft (roter kommt gut) auf 400 ml auffüllen.

5 EL davon mit

1 P Vanillepuddingpulver verrühren.

Den Saft mit dem Rhabarber aufkochen, das Puddingpulver einrühren und den Rhabarber gar kochen lassen, nicht zu lang, er sollte nicht zerfallen.

Für die Creme:

200 ml Orangensaft aufkochen und so lange köcheln lassen bis davon nur noch 50-70 ml übrig sind. Danach mit

550 g Seidentofu (hier jetzt bitte wirklich keinen“ normalen“ nehmen, sonst war das ganze Thater umsosnt, weils nicht schmeckt)

150g sehr weicher Margarine („Alsan“)

5 EL Zucker

1/2 TL Vanillepulver

im Mixer oder mit dem Pürierstab so lange mixen bis alles schön glatt ist. Jetzt mal probieren, evtl braucht ihr noch ein bißchen Zucker, noch nen Spritzer Zitronensaft oder so.

Den untersten Boden in einen Tortenring legen, mit

Erdbeermarmelade bestreichen, vom Rhabarberkompott 3 EL zurückbehalten, Rest auf dem Boden verteilen.

Den 2. Boden drauf, wieder ordentlich Marmelade drüber. Das restliche Rhabarberkompott in die Tofucreme rühren, nicht zu wild es dürfen ruhig noch ein paar Schlieren bleiben, und  rauf auf die Torte, die jetzt am besten über Nacht in den Kühlschrank kommt.

So, vorm Servieren könnt ihr das Ding noch mit ein bißchen Marmelade beklecksen und mit Mandelblättchen bestreuen. Fertig! Obergut!